Unter dem Titel „Papierindustrie stärken – Transformation gestalten – Wohlstand mehren“ betonen die Sozialpartner die zentrale Rolle der Branche für Wertschöpfung, Beschäftigung und nachhaltige Transformation. Die Papierindustrie gilt bereits heute als Vorreiter der Kreislaufwirtschaft: 84 Prozent des in Deutschland verbrauchten Papiers werden recycelt, und eine Papierfaser kann bis zu 25-mal wiederverwendet werden. Gleichzeitig hat die Branche seit 1995 ihren Wasserverbrauch um über 50 Prozent und ihre Treibhausgasemissionen um 43 Prozent reduziert.
Trotz dieser Fortschritte steht die Industrie vor erheblichen Herausforderungen. Hohe Energiepreise, zunehmende regulatorische Anforderungen sowie der internationale Wettbewerbsdruck gefährden Investitionen und damit die Transformation hin zu klimaneutralen Produktionsprozessen. In ihrer gemeinsamen Resolution formulieren VBP und IGBCE zentrale Forderungen an die Politik:
„Die Papierindustrie ist ein Rückgrat industrieller Wertschöpfung in Bayern und ein Vorbild für funktionierende Kreislaufwirtschaft. Damit wir unsere Transformation erfolgreich fortsetzen können, brauchen wir jetzt verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen“, erklärt Jürgen Schaller, Vorsitzender des Vorstandes des Verbandes Bayerischer Papierfabriken e.V.
Dr. Stefan Plenk, Landesbezirkssekretär der IGBCE Bayern, ergänzt: „Gut bezahlte Industriearbeitsplätze, Mitbestimmung, Tarifbindung und Innovation gehören zusammen. Eine erfolgreiche Transformation gelingt nur, wenn die Unternehmen wirtschaftlich tragfähig bleiben und die Beschäftigten eine sichere Perspektive haben.“
Beide Organisationen unterstreichen, dass der Industriestandort Bayern an einem entscheidenden Punkt steht. Ohne gezielte politische Unterstützung drohen Wettbewerbsnachteile und Produktionsverlagerungen ins Ausland. Die Resolution versteht sich daher als gemeinsamer Appell an die Politik, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine starke, nachhaltige und zukunftsfähige Papierindustrie zu schaffen.
Die Resolution finden Sie anbei zum Download!
Foto (v.l.n.r.): Jürgen Schaller, Herr Dr. Plenk, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger