Fraunhofer untersucht die Möglichkeiten, Reststoffe der Papierindustrie zu Chemischen Grundstoffen und Energieträgern zu verwerten. In zwei Vorprojekten wurden die technische Verfahren entwickelt und getestet. Mehrere bayerische Papierfabriken haben Reststoffproben beigesteuert und in Experteninterviews ergänzende Informationen bereitgestellt (vgl. Newsletter 13/2025 vom 18.07.2025).
In der aktuellen Phase werden Partner aus der Wirtschaft eingebunden. Unter anderem werden konkrete Reststoffproben aus mehreren bayerischen Papierfabriken untersucht hinsichtlich der Eignung für die entwickelten Verfahren. Dies geschieht im Rahmen des sogenannten CIRCONOMY Hub für Circular Carbon Technologies (CCT-Hub). Die von Fraunhofer initiierten CIRCONOMY Hubs sollen regionale F&E-Kompetenzen für die Wirtschaft bündeln, um die Transformatio zur Kreislaufwirtschaft sowie die Energie- und Rohstoffwende zu realisieren. Der CCT-Hub zielt darauf ab, regionale Kohlenstoffkreisläufe in Bayern zu etablieren, um fossile Rohstoffe durch zirkuläre Kohlenstoffquellen zu ersetzen. Das Projekt läuft noch bis September 2027.
Die Umsetzung erfolgt durch die Entwicklung von Technologien zur Nutzung von Reststoffen aus der Papierindustrie und der Altfahrzeugverwertung. Der CCT-Hub wird von den Fraunhofer-Instituten UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg, IGB in Straubing und IWKS in Alzenau getragen und vom bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert. Unser Verband vertritt die bayerische Papierindustrie im Industriebeirat des CCT-Hubs, um eine praxisbezogene Ausrichtung der Arbeiten zu unterstützen.