Die geplante Kunststoffverpackungssteuer von 550 Euro pro Tonne Kunststoff würde die deutsche Verpackungs- und Konsumgüterindustrie erheblichen Risiken aussetzen. Das zeigt eine aktuelle Unternehmensumfrage, die die Allianz Verpackung und Umwelt (AVU) im Rahmen der Verbändeallianz gegen die Plastikabgabe in Auftrag gegeben hat. Auch der Verband der Bayerischen Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitenden Industrie e. V. hat sich an der Umfrage beteiligt und diese an die Mitgliedsunternehmen weitergeleitet. Ziel war es, die Betroffenheit der Unternehmen zu erfassen und die politische Interessenvertretung durch konkrete Ergebnisse zu unterstützen. Wir danken allen Unternehmen, die sich beteiligt haben.
Die zentralen Ergebnisse im Überblick:
Die Umfrageergebnisse werden bereits aktiv im Lobbying gegen die geplante Kunststoffverpackungssteuer genutzt. Sie bekräftigen die Forderung der AVU und der Verbändeallianz, von der Einführung der Steuer Abstand zu nehmen. Gemeinsam mit über 30 Wirtschaftsverbänden hatte die AVU diese Forderung bereits in einer Stellungnahme vom 9. Oktober 2026 an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag gerichtet.
Die Verbände kritisieren insbesondere die zusätzlichen Belastungen für Unternehmen und private Haushalte sowie fehlende Anreize für die Kreislaufwirtschaft. Statt einer neuen Steuer fordert die AVU gezielte finanzielle Anreize für nachhaltige Verpackungen. Zugleich warnt sie davor, das Vorhaben entgegen früheren Ankündigungen im Schnellverfahren durchzusetzen.
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