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Internationales Standortranking: Bayern auf Platz 3

Im internationalen Vergleich von 45 Industriestandorten belegt Bayern den dritten Platz. In den vergangenen Jahren lag der Freistaat noch auf Platz zwei. Der Abstieg um einen Rang ist aber weniger auf eine Verschlechterung des Standorts Bayern zurückzuführen als auf eine Verbesserung der Schweiz im Bereich Staat. Das hat das aktuelle Standort-Ranking der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) ergeben. Die Studie wurde von der IW Consult GmbH erstellt.

Anhand von 61 Einzelindikatoren wird die Standortqualität Bayerns mit den 45 wichtigsten Wettbewerber-Staaten verglichen. Lediglich die Schweiz und die USA bieten demnach noch bessere Bedingungen als Bayern, Deutschland folgt auf Platz fünf nach den Niederlanden.

Der Freistaat belegt in den Teilrankings Staat und Markt den Spitzenplatz im Ländervergleich, in den Bereichen Infrastruktur, Wissen und Ressourcen gehört er zu den zehn besten Ländern. „Bayern hat leistungsfähige Wertschöpfungsketten, ein ausgeprägtes Unternehmenscluster, ein hervorragendes Innovationsumfeld und im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz eine gute Infrastruktur. Das sind unsere Pluspunkte, die uns in der Standortpolitik so stark machen“, erklärte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt in der Pressemitteilung zur Veröffentlichung der Studie.

Im internationalen Wettbewerb schneidet Bayern bei den Kosten besonders schlecht ab mit Platz 42 von 45 betrachteten Ländern. Nach wie vor ist die Kostenentwicklung ein massiver Nachteil. Neben den hohen Arbeitskosten belasten insbesondere die stark gestiegenen Energiekosten die Unternehmen. Auch das hohe Steuerniveau wirkt sich nachteilig aus. Brossardt forderte abschließend, sich nicht auf dem hervorragenden dritten Platz auszuruhen, sondern Schwächen ab- und Stärken auszubauen.



 Markus Erlewein
Markus Erlewein
Dipl.-Ing. • Dipl.-Wirtsch.-Ing • Referent Umwelt, Energie & Arbeitswirtschaft

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