BayPapier aktuell

Fruchtbarer Austausch zwischen Papier- und Verpackungsindustrie und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann, MdB

Auf Einladung von BayPapier fand ein politisches Hintergrundgespräch mit dem Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Alexander Hoffmann, in den Räumlichkeiten der FRIPA Papierfabrik Albert Friedrich KG in Miltenberg statt. Die Vertreter der Papier- und Verpackungsindustrie forderten dabei einen Abbau der mittlerweile überbordenden Bürokratie sowie Entlastungen der Arbeitgeber bei den Arbeitskosten sowie den Energiekosten, die die Wettbewerbsfähigkeit am internationalen Markt enorm bedrohen.

An dem Gespräch mit MdB Alexander Hoffmann nahmen führende Vertreter der Branche teil: Jürgen Schaller, Vorsitzender des Vorstands des Verbands Bayerischer Papierfabriken e. V. (VBP) und Günther Berninghaus, Vorsitzender des Vorstands des Verbands Bayerischer Papier-, Pappe- und Kunststoff verarbeitenden Industrie e. V. (VBPV), sowie von der FRIPA Papierfabrik die geschäftsführende Gesellschafterin Verena Queck-Glimm, der Geschäftsleiter Jan Wohlbold und die Mitglieder der Geschäftsleitung Thorsten Bahl und Andreas Jörn. Die organisatorische Leitung der Veranstaltung hatte BayPapier-Hauptgeschäftsführer Dr. Thorsten Arl und BayPapier- Kommunikationsreferent Patrick Zens.

Zu Beginn skizzierte Jürgen Schaller die zunehmende Belastung der Unternehmen durch eine überbordende Bürokratie. Er forderte, Behörden wieder mehr Entscheidungsspielräume einzuräumen, um wirtschaftliches Handeln zu erleichtern. Günther Berninghaus und Verena Queck-Glimm machten anschließend am Beispiel ihrer Unternehmen deutlich, wie die Erbschaftssteuer zur Bedrohung für die Fortführung mittelständischer Betriebe werden kann. Eine mögliche Verschärfung infolge eines anstehenden Urteils des Bundesverfassungsgerichts würde, so die Einschätzung, gravierende Folgen für anstehende Unternehmensnachfolgen haben. Alexander Hoffmann zeigte Verständnis für die Sorgen der Branche und äußerte sich überzeugt, dass eine Reform der Erbschaftssteuer aufgrund der Positionen in der Regierungskoalition nur in Richtung von Verbesserungen gehen könne. Ein weiteres drängendes Thema waren die hohen Kosten für die Unternehmen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die aktuell rund 82 Milliarden Euro jährlich betragen. Hier brauche es dringend Lösungen, um Fehlzeiten und Bürokratieaufwand zu verringern. Auch die neue Entgelttransparenzrichtlinie verschärfe die Sorgen der Unternehmen – eine Rückabwicklung des Gesetzes wurde gefordert.

Abschließend sprach Jan Wohlbold über die Notwendigkeit einer verlässlichen, bezahlbaren und planbaren Energieversorgung. Am Beispiel von Emissionszertifikaten, Netzentgelten und Strompreiskompensation verdeutlichte er, wie stark steigende Kosten die Betriebsergebnisse in Zukunft gefährden. Die Forderung nach einer politischen Kurskorrektur in der Energiepolitik von allen Beteiligten war unüberhörbar.

Alexander Hoffmann gab sich zuversichtlich, dass ein Umbruch in der Energiepolitik bevorsteht, und betonte den Wert des Austauschs mit der Industrie. Dr. Thorsten Arl schloss mit einem klaren Appell: „Die Deindustrialisierung hat bereits begonnen. Jetzt ist der Moment, die Trendwende einzuleiten.“ Gleichzeitig hob er die gute Zusammenarbeit mit der bayerischen Politik hervor: „Der offene und ehrliche Austausch mit Alexander Hoffmann macht Mut.“ Hoffmann wiederum zeigte sich optimistisch, dass die Politik die Kraft und Fähigkeit habe, notwendige Kurskorrekturen vorzunehmen – ein Signal, das die Branche ermutigt. Gegenseitiges Verständnis und konstruktiver Dialog sind in jedem Fall die Basis für Gespräche mit dem gemeinsamen Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Bayern und Deutschland zu sichern.

Foto v.l.n.r.: Patrick Zens, Dr. Thorsten Arl, Jan Wohlbold, Verena Queck-Glimm, MdB Alexander Hoffmann, Jürgen Schaller, Günther Berninghaus, Thorsten Bahl, Andreas Jörn



Fruchtbarer Austausch zwischen Papier- und Verpackungsindustrie und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann, MdB
Dr. Thorsten Arl
Dr. Thorsten Arl
Hauptgeschäftsführer • Syndikusrechtsanwalt

Daten­schutz­ein­stellungen

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Dabei werden von den externen Komponenten ggf. auch Cookies gesetzt. Die Einwilligung zur Nutzung der Komponenten können Sie jederzeit widerrufen.
Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung