Beim CSU-Parteitag in München war BayPapier am Gemeinschaftsstand der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) als Aussteller mit dabei. Hauptgeschäftsführer Dr. Thorsten Arl sowie Leiter Kommunikation & Bildung Patrick Zens nutzten die Gelegenheit, zahlreiche bestehende Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene zu pflegen und aktuelle Anliegen der bayerischen Papierindustrie direkt anzusprechen.
Mit zahlreichen CSU-Landtagsabgeordneten wurde der Austausch zu aktuellen wirtschafts- und industriepolitischen Themen fortgesetzt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Rückblick auf den Parlamentarischen Abend von BayPapier mit der CSU-Fraktion im Hofbräukeller in der Woche zuvor. Mit rund 25 Abgeordneten war die Veranstaltung auf großes Interesse gestoßen. Unter anderem mit Kerstin Schreyer, Vorsitzende des Arbeitskreises Wirtschaft der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, wurde das Feedback zum Parlamentarischen Abend aufgenommen und über die weiteren politischen Herausforderungen für die Unternehmen gesprochen. Auch die anstehenden Gespräche auf Bundesebene waren Thema: Mit zahlreichen bereits angemeldeten CSU-Bundestagsabgeordneten wurde über den bevorstehenden Parlamentarischen Abend mit der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag gesprochen, der Ende November in der Bayerischen Vertretung in Berlin stattfinden wird.
Ein weiterer wichtiger Gesprächsschwerpunkt war der europäische Emissionshandel. Im Austausch mit den Europaabgeordneten Manfred Weber, Markus Ferber und Dr. Angelika Niebler ging es insbesondere um die dringend notwendigen Anpassungen beim Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS). Für die Unternehmen in der EU entstehen durch die CO₂-Bepreisung teilweise deutlich höhere Belastungen als für Wettbewerber auf internationalen Märkten. Gerade energieintensive Industrien benötigen deshalb ausreichend Liquidität, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und gleichzeitig die notwendige Transformation voranzutreiben.
Dabei stehen die Unternehmen vor einem zusätzlichen Spannungsfeld: Einerseits werden erhebliche Investitionen in die Dekarbonisierung erwartet, andererseits stehen die dafür erforderlichen Technologien und Infrastrukturen vielfach noch nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Aus Sicht von BayPapier braucht es deshalb verlässliche Rahmenbedingungen, die Klimaschutz, Investitionsfähigkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit miteinander verbinden.
Zu den besonderen Momenten des Parteitags gehörte neben dem Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz auch ein humanoider Roboter des Herstellers Unitree als ständiger Blickfang. Der Roboter begrüßte die Gäste, sorgte für Unterhaltung und stand für gemeinsame Fotos bereit. Die Begegnung hatte für BayPapier dabei durchaus einen fachlichen Bezug: In der Papierverarbeitung beschäftigt sich bereits eine Projektgruppe interessierter Unternehmen intensiv mit dem Einsatz intelligenter und humanoider Robotik. Ziel ist es, konkrete Anwendungsmöglichkeiten für die Branche auszuloten, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu Herstellern entsprechender Technologien aufzubauen.
Der CSU-Parteitag zeigte damit einmal mehr, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ist – von der bayerischen Landespolitik über die Bundesebene bis hin zu den Europapolitikern. Gleichzeitig wurde deutlich: Neben den aktuellen Herausforderungen bei Energie, CO₂-Kosten und Wettbewerbsfähigkeit wird auch die technologische Entwicklung die industrielle Zukunft maßgeblich prägen. BayPapier wird diesen Dialog und die Vernetzung seiner Mitgliedsunternehmen deshalb weiter aktiv vorantreiben.
Foto (v.l.n.r.): Dr. Thorsten Arl, Josef Heisl, MdL, Hans Koller. MdB und Patrick Zens im Gespräch über die BayPapier-Parl. Abende in Land und Bund.
