Energie


CEPI-Roadmap für eine CO2-arme Papierindustrie
Die Papierindustrie hat als erste Branche eine Roadmap vorgestellt, wie die EU-Klimaziele zu erreichen sind. In der "2050 Roadmap to a low-carbon bio-economy" werden Technologien und Rahmenbedingungen beschrieben und bewertet, die zur Erreichung der hoch gesteckten Erwartungen beitragen können.
CEPI-Roadmap >

Lange Leitung - ja bitte!
Für viele Menschen ist mit der Abschaltung der Kernkraftwerke und dem staatlich subventionierten Ausbau der Erneuerbaren Energien die Energiewende erledigt. Wer jedoch Kraftwerke in Süddeutschland durch Windkraftanlagen in Norddeutschland ersetzen möchte, muss auch dafür sorgen, dass der Strom quer durch die Republik zu den Verbrauchzentren fließen kann. Eine von den bayerischen Papierverbänden mitinitiierte Studie der BET GmbH in Aachen zeigt, das ab 2014 mit dramatischen Versorgungsengpässen in Bayern zu rechnen ist. BayPapier Stromnetz-Studie >

Industriestrom 2025 bis zu 80% teurer
Die Stromkosten für Papierfabriken steigen in den kommenden 14 Jahren um bis zu 80%. Diese alarmierenden Zahlen ergeben sich aus einer Studie der TU Berlin in Verbindung mit typischen Energie-Eckdaten der Papierindustrie.
Auswirkungen für die bayerische Papierindustrie > 
Studie über die Kosten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien >

Bayerische Papierindustrie bezieht Stellung zur Energieeffizienzrichtlinie der EU-Kommission

Energieeffizienzpotentiale sind in energieintensiven Branchen wie der Papierindustrie aus ökonomischen Gründen bereits weitestgehend realisiert. Ein gesetzlicher Zwang zur regelmäßigen Umsetzung weiterer identifizierter Potentiale ohne Rücksicht auf die aktuelle wirtschaftliche Situation eines Unternehmens würde für unsere im harten internationalen Wettbewerb stehende Branche ein erhebliches Risiko darstellen. Positionen der bayerischischen Papierindustrie >

Energiepolitischer Runder Tisch

Am 30.09.2010 fand ein hochrangig besetzter Runder Tisch zwischen Bayerischem Wirtschaftsministerium und der Papierindustrie statt. Zentrales Thema waren die geplanten Steuererhöhungen für energieintensive Unternehmen.

Das Staatsministerium stimmte in der Beurteilung des Haushaltsbegleitgesetzes wie auch des Energiepolitischen Konzepts der Bundesregierung mit der Papierindustrie überein: Weitere Belastungen für energieintensive Unternehmen sind abzulehnen. Sie bedrohen ganz konkret Standorte in Deutschland führen letztenendes zu niedrigeren Steuereinnahmen.

Download:
Protokoll mit Anlagen

Wettbewerbsfaktor Energieversorgung

Eine bezahlbare Energieversorgung ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor für die Papierindustrie. Elektrische Energie wird benötigt zum Antrieb der Maschinen und zur Aufbereitung von Altpapier, das in Bayern rund 75% der Fasern für die Papierherstellung liefert. Wärmeenergie wird zum Trocknen der Papierbahn eingesetzt. Daher haben praktisch alle Papierfabriken eine eigene Dampfversorgung. Vielfach produzieren sie auch in hocheffizienten Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung eigenen Strom und nutzen so bis zu 90% der Primärenergie im Brennstoff aus. Diese Fortschritte sind in Gefahr, wenn die Verteuerung der Energieversorgung durch den EU-Emissionshandel dazu führt, dass neue Papierfabriken bevorzugt außerhalb der EU gebaut werden, wo keine derartigen Zusatzbelastungen bestehen.

Durch ständige Optimierung der Prozesse sowie kontinuierliche Steigerung des Recyclinganteils auch in höherwertigen Papiersorten konnte der spezifische Energiebedarf je Tonne Papier seit 1955 um 63% reduziert werden auf 3.066 kWh/t im Jahr 2010.


Grafik: VDP.
Daten bis 2002 vom Statistischen Bundesamt, ab 2003 vom VDP.

Einkaufsringe Strom und Gas

Mit seinen Einkaufsringen bietet der Verband Bayerischer Papierfabriken VBP seinen Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, preisgünstig Strom und Erdgas zu beziehen. Unabhängige Energieexperten unseres Kooperationspartners ECG sowie die gebündelte Einkaufsmacht des jeweiligen Rings stellen dabei sicher, dass Sie attraktive Angebote von den Energieversorgern erhalten. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Markus Erlewein beim VBP.

Informationen zum Download:
Rahmenvertrag Stromeinkaufsring
Rahmenvertrag Gaseinkaufsring  
Technische Vollmacht