Energieintensive Branchen fordern besonnene Lösung in der Energiefrage
Die bayerischen Verbände energieintensiver Industrien setzen sich unter Federführung unseres Verbands VBP e.V. mit einem gemeinsamen Positionspapier für eine sichere Energieversorgung und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen ein. Positionspapier >
Papier ist umweltfreundlich!
Papier ist ein umweltfreundliches Produkt aus nachwachsenden Rohstoffen, das den Recycling-Kreislauf bis zu sechs Mal durchlaufen kann. 75% der in Bayern zur Papiererzeugung eingesetzten Faserstoffe stammen aus Altpapier. Als Ersatz für verschlissene Fasern und bei besonderen Qualitätsanforderungen kann jedoch auf Frischfasern nicht völlig verzichtet werden. Das verwendete Frischholz stammt aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung und leistet damit einen Beitrag zur Pflege unserer Wälder. Die bei der Papiererzeugung anfallenden Abfälle wie Rinde und nicht wiederverwendbare Altpapierfasern werden in eigenen Kraftwerken verwertet, wobei überwiegend hocheffiziente Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eingesetzt werden, die gleichzeitig elektrischen Strom erzeugen und ihre Abwärme für den Produktionsprozeß bereitstellen. Die Papierindustrie mit ihren etablierten Recyclingkreisläufen betreibt seit langem eine Integrierte Produktpolitik (IPP) - siehe auch Umweltpakt Bayern - und ist damit eine Vorreiterbranche in Sachen Ökologie und Umweltschutz.
Der Verband Bayerischer Papierfabriken VBP macht auf politischer Ebene seinen Einfluß geltend, damit die in der Papierindustrie möglichen umweltfreundlichen Verfahren nicht an widersinnigen Gesetzen scheitert. Beispielsweise werden nicht mehr recycelbare Altpapierfasern nach derzeitigem Rechtsstand nicht als Biomasse anerkannt mit der Folge, dass die - im Abfallrecht festgeschriebene - vorrangige stoffliche Nutzung der Fasern vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) benachteiligt wird gegenüber der direkten Verbrennung von Waldholz.
Der VBP informiert in seinen Rundschreiben und Informationsveranstaltungen über aktuelle Änderungen in der Umwelt-Gesetzgebung und vertritt die Interessen der Papierindustrie in politischen Gremien auf Landes- und Bundesebene. Er hilft den Mitgliedsunternehmen durch Erfahrungsaustausch und Vermittlung von Kontakten und Informationen bei der Einhaltung der strengen Umwelt-Standards.
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