Faserholz


Fünf Jahre Cluster Forst und Holz in Bayern

Am 21.11.2011 fand im Bayerischen Landtag die Feier zum 5-jährigen Bestehen des Clusters Forst und Holz in Bayern statt. Unser Verband setzt sich als Mitglied des Clusters u.a. für die Bevorzugung stofflicher gegenüber energetischer Nutzung von Holz ein. Die Bayerische Papierindustrie wurde von Herrn Ludwig Lehner (UPM) im Rahmen der Feierlichkeiten repräsentiert.



Ludwig Lehner, UPM (2.v.l.) und Forstminister Helmut Brunner (4. v.r.)

Rohstoff Holz

Die deutsche Zellstoff- und Papierindustrie hat im Jahr 2010 über 10,5 Mio. Fm Holz eingesetzt. Davon waren 4 Millionen Fm Sägenebenprodukte und 6,5 Mio. Fm Waldholz.
In Bayern werden etwa 2 Mio. Fm Waldholz für die Papier- und Zellstoffproduktion beschafft. Davon sind ca. 80% Fichte und 20% Buche. Die Unternehmen in den angrenzenden Ländern Baden-Württemberg, Thüringen und Österreich kaufen etwa 500.000 Fm Fichte in Bayern.

Holz ist ein begehrter Rohstoff. Der Waldbesitzer soll zur Nutzung seiner Holzvorräte geworben werden nach dem Motto: „Wald schützen durch Holz Nützen.“ Die Verbände der Sägeindustrie http://www.holzverband.de/ , Waldbesitzerverband http://www.bayer-waldbesitzerverband.de/ und Bauernverband http://www.bayerischerbauernverband.de/ unterstützen die Initiativen zur Holz-Mobilisierung. Auch der Cluster http://www.cluster-forstholzbayern.de/ informiert.

Die deutsche Papierindustrie stellt über 24 Mio. Tonnen Papier und Zellstoff im Jahr her. Sie ist der größte Hersteller in Westeuropa. Der Rohstoff Holz spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die Papierindustrie achtet den Gedanken des Umweltschutzes auch beim Holzeinkauf. Das Prinzip der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder wird auch von der Papier- und Zellstoffindustrie gefördert. Im Umweltpakt Bayern hat sie sich verpflichtet, den Rohstoff Holz ausschließlich aus zertifizierten Wäldern zu beziehen.

Der Rohstoff Holz wird vorwiegend für die Produktion von graphischen Papieren eingesetzt. Das Faserholz hat einen Anteil von etwa 30% im Rohstoffmix. Mechanisch zerfasertes Holz liefert eine hohe Ausbeute an Fasern und Feinstoffen, die frische Holzfaser ist damit maßgebend für die Blattbildung auf der Papiermaschine. Die chemisch aufgeschlossene Faser (Zellstoff) ist lang und unbeschädigt, also wichtig für Reiß- und Zugfähigkeit des Papiers. Von diesen Eigenschaften hängt wiederum die Eignung für den Druckprozess ab.