VBPV-Jahrestagung am 15. März 2019

Am 15. März traf sich die Branche der Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Bayern am Tegernsee anlässlich ihrer Mitgliederversammlung.

In seiner Rede zur Lage der Branche zog der Vorstandsvorsitzende Günther Berninghaus insgesamt eine positive Bilanz für die Branche. Der Vorstandsvorsitzende des VBPV konnte für das vergangene Jahr einen Umsatzsprung um 10,5 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro für die Papierverarbeitung in Bayern vermelden. Zum Ende des Jahres 2018 zählte die Papierverarbeitung in Bayern knapp 12.600 Beschäftigte, das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Sorgen bereitet dem VBPV die Ergebnissituation vieler Betriebe. „Diese ist unbefriedigend, weil erheblich gestiegene Energiekosten, deutlich verteuerte Frachtleistungen und steigende Rohstoffkosten am Ende des Jahres vielen Betrieben die Bilanz verhagelt haben“, so Berninghaus.

Der Vorstandsvorsitzende beklagt in seiner Rede, dass die Bundesregierung zusätzlich zu der schwierigen Ausgangslage die politischen Rahmenbedingungen verschlechtert. Konkret nannte er die Überlegungen, einen Anspruch auf Homeoffice einführen zu wollen. „Es muss dabei bleiben, dass der Arbeitgeber den Ort der Arbeitsausführung seiner Mitarbeiter und die Wahl der Betriebsmittel bestimmt“, so Berninghaus. Einen ebenso starken Eingriff in die Arbeitsbedingungen der Unternehmen befürchtet Berninghaus durch die geplante drastische Beschränkung der so genannten „sachgrundlosen Befristungen.“ „Die Arbeitgeber befristen ja eben nicht sachgrundlos, sondern aus gutem Grund, etwa zur Abfederung von Auftragsschwankungen.“ Er verwies darauf, dass der Staat der größte Befrister ist und dazu noch auf Gründe zurückgreift, die der Privatwirtschaft verwehrt bleiben.

Pressemeldung

Impressionen zur Tagung

Fotografie: Marcella Merk