Verbandsvorsitzender Günther Berninghaus zieht für die Branche positive Bilanz

Berninghaus kritisiert den Verlust der Flexibilität durch Eingriffe des Gesetzgebers

(ibw) München, 16.03.2018. Der Verband der Bayerischen Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitenden Industrie e. V. (VBPV) hat auf seiner heutigen Jahrestagung am Tegernsee eine positive Bilanz gezogen. Laut Günther Berninghaus, der heute in seinem Amt als Vorstandsvorsitzender des Verbandes für weitere zwei Jahre bestätigt wurde, konnte die Papierverarbeitung in Bayern im Jahr 2017 sowohl ihre Produktion als auch ihren Umsatz steigern. Der Umsatz legte um 5,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu. Zum Ende des Jahres 2017 zählte die Papierverarbeitung in Bayern knapp 12.000 Beschäftigte, das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch im Bereich der Kunststoffverarbeitung setzt Bayern – gegenläufig zum Bundestrend – den rasanten Wachstumstrend der Vorjahre fort. Die Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoff verzeichnete ein Umsatzplus von 6,1 Prozent.

Damit die Branche robust bleibt, ist Berninghaus zufolge eine Trendwende bei den politischen Rahmenbedingungen erforderlich. „Wir sind in Deutschland auf dem besten Wege, durch immer größere gesetzgeberische Einschränkungen Flexibilität zu verlieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland Stück für Stück zu reduzieren“, sagte Berninghaus. Konkret nannte er die drastische Einschränkung befristeter Arbeitsverhältnisse und das Rückkehrrecht für alle von Teilzeitbeschäftigung in Vollzeit. „Beide Maßnahmen engen den Handlungsspielraum unserer Unternehmen markant ein.“

Ein weiteres zentrales Thema der Branche ist der akute Fachkräftemangel. „Gerade in den branchenspezifischen Berufen Packmitteltechnologe und Medientechnologe Druck bleiben Ausbildungsplätze vielfach unbesetzt“, so Dr. Bernhard Ruffing, Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses. Als Gegenmaßnahme hat der Verband jetzt das Nachwuchs-Recruiting-Projekt „Check-Konzept-Praxis“ gestartet für mehr und nachhaltigen Erfolg bei der Nachwuchsgewinnung.

Kontakt: Andreas Ebersperger, Tel. 089-551 78-373, andreas.ebersperger@ibw-bayern.de