Presseinformation 14.12.2010

Umweltpakt Bayern

Bayerische Papierverbände setzen auf Optimierung und Sicherung von Altpapierrecycling

„Funktionierende Altpapierkreisläufe sind für die Umwelt- und Klimafreundlichkeit von Papierprodukten von entscheidender Bedeutung,“ so Dr. Thorsten Arl, Hauptgeschäftsführer Bayerische Papierverbände (BayPapier).

Im Rahmen des vierten Umweltpakt Bayern starten die Bayerischen Papierverbände zusammen mit der Bayerischen Staatsregierung eine Initiative zur Sicherung des Altpapierrecycling. Ziel ist, die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigem Altpapier in ausreichender Menge sicherzustellen. Hierzu haben die Staatsregierung und die Bayerischen Papierverbände beim bifa-Umweltinstitut eine Studie in Auftrag gegeben. Die Papiertechnische Stiftung (PTS) ist ebenfalls ist das Projekt eingebunden.

Altpapier ist in Bayern der mit Abstand wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Papier und Karton für Papier und Verpackungen. Die Bayerische Papierindustrie verwertet jährlich über 4 Mio. Tonnen Altpapier und stellt daraus neue Papierprodukte her. Die dauerhafte Sicherung der Altpapierverfügbarkeit und -qualität und damit ihrer Klimaschutzeffekte, ist ein zentrales Kernanliegen der Papierkette. Altpapier wird aber immer mehr zu einer knappen Ressource. Die vielfältigen Risiken für die Altpapierkreisläufe reichen von stark wachsender internationaler Nachfrage von Altpapier bis hin zu Nutzungskonkurrenzen durch energetische Verwertung. Des Weiteren können unerwünschte Druckfarben und Klebstoffe Altpapier so belasten, dass es für eine weitere Aufbereitung und Rückkehr in den Papierkreislauf nicht mehr nutzbar ist. Nur bei gesicherter Verfügbarkeit und Recyclingfähigkeit werden die Kreisläufe und ihr ökologischer und wirtschaftlicher Nutzen dauerhaft Bestand haben. Um dies zu gewährleisten wird die Papierindustrie gemeinsam mit der Staatsregierung und Experten aller Stufen der Wertschöpfungskette die Gefahren des Recyclingkreislaufes identifizieren und konkrete Optimierungsansätze für Altpapierrecycling in Bayern aufzeigen.

„Wir sind glücklich“, so Dr. Thorsten Arl, „dass die Staatsregierung trotz aller Sparbemühungen im Haushalt unser Projekt im Rahmen des Umweltpaktes Bayern fördert. Die heutige Förderzusage der Staatsregierung ist damit auch ein klares Signal in Richtung Wiederverwertung von Altpapier und damit pro Papierindustrie.“

Die Bayerischen Papierverbände repräsentieren die Papierindustrie mit den Zweigen Papierherstellung und Papierverarbeitung in Bayern. Die bayerische Papierindustrie erwirtschaft mit rund 20.000 Beschäftigten einen Umsatz von 5,6 Mrd. €.