Papierindustrie mit leichtem Umsatzrückgang

Schaller: „Erfolgreicher Veränderungsprozess der Branche in den letzten Jahren“

(ibw) München, 14.06.2018. Anlässlich der Jahrestagung ziehen die Bayerischen Papierverbände Bilanz. Die Papierindustrie verzeichnete 2017 in Bayern einen Umsatzrückgang während bundesweit ein Umsatzplus zu Buche stand. Für 2018 ist der Branchenverband optimistisch. „Die größte Herausforderung für den Produktionsstandort Deutschland ist nach wie vor die Energiepolitik“, so Jürgen Schaller, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Bayerischer Papierfabriken e. V. und des Arbeitgeberverbands Bayerischer Papierfabriken.

„Mengenmäßig ist die Papierindustrie in Deutschland 2017 nahezu stabil geblieben. Sie produzierte 22,9 Millionen Tonnen Papier, was einem leichten Plus von 1,2 Prozent entspricht. Der Umsatz stieg stärker, nämlich um 3,8 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro“, erklärte Schaller. Die bayerische Papierindustrie konnte an diesem Erfolg aber nicht teilhaben. Sie verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang von 1,9 Prozent. „Die bayerische Papierindustrie erzielte 2017 bei einer Produktion von 4,6 Millionen Tonnen Papier einen Jahresumsatz von 2,8 Milliarden Euro. Die Beschäftigtenzahl ist mit rund 9.000 Arbeitnehmern stabil“, fasste Schaller zusammen. Der Verbandschef blickte zuversichtlich in die Zukunft: „Neue innovative Produkte werden in den Markt eingeführt. Für das erste Quartal 2018 konnte die bayerische Papierindustrie bereits ein Absatzplus von 3,5 Prozent verzeichnen.“

Der Verband Bayerischer Papierfabriken e. V. feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Die letzten Jahre waren von einem erfolgreichen Veränderungsprozess geprägt. Insbesondere in die Zukunftsmärkte Spezialpapiere und Verpackung sind hohe Summen investiert worden. Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung ist die Voraussetzung für eine weiterhin gute Entwicklung der Branche. Dazu Verbandschef Jürgen Schaller: „Die Papierindustrie ist eine energieintensive Branche. Dadurch sind wir natürlich auf langfristig berechenbare Energiekosten und stabile politische Rahmenbedingungen angewiesen.“

Alfred Gaffal, Präsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., betonte in seinem Grußwort: „Im Freistaat sind der Verband Bayerischer Papierfabriken e. V. und der Arbeitgeberverband Bayerischer Papierfabriken wichtige Säulen der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft mit ihren 132 Mitgliedsverbänden. Gemeinsam setzen wir uns seit Jahren dafür ein, die Wettbewerbsfähigkeit Bayerns auszubauen. Gerade für die energieintensive Papierindustrie sind die Belastungen durch die immer weiter steigenden Strompreise nur schwer zu schultern. Ihre Wettbewerbssituation muss deshalb besonders berücksichtigt werden.“

Kontakt: Simon Peltzer, Tel. 089-551 78-361, simon.peltzer@ibw-bayern.de