Presseinformation 22.06.2010

Karriere als Papiertechnologe

Berufsberater und Arbeitsvermittler der Arbeitsagenturen informieren sich über Einsatzgebiet von Fackräften in der Papierindustrie

„Auch wenn die Papierindustrie von der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 schwer getroffen wurde, gilt: Die Papierindustrie ist eine Wachstumsindustrie“, so Dr. Thorsten Arl, Geschäftsführer der Bayerischen Papierverbände mit Sitz in München. Der Kernberuf der Papierindustrie ist der Papiertechnologe. Er ist der Experte für die Papierherstellung und steuert Maschinen, deren Anschaffungskosten weit über 100 Mio. € betragen können. „Für diesen verantwortungsvollen Beruf suchen wir“, so Dr. Thomas Krauthauf, General Manager der Papierfabrik Gebr. Lang GmbH in Ettringen, „motivierte und qualifizierte Bewerber als Auszubildende.“ Das trifft aber nicht allein für die Papierfabrik in Ettringen zu. Vielmehr gehört der Papiertechnologe auch bundesweit zu den gefragten und daher raren Fachkräften.

„Wir stehen vor der Herausforderung“, so Verbandsgeschäftsführer Dr. Arl, „dass einerseits die Anforderungen an die Ausbildung in der hochtechnisierten Papierindustrie ständig steigen, zugleich aber aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge deutlich weniger Schulabsolventen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen werden. Wir dürfen unsere Attraktivität als Arbeitgeber nicht länger nur Insidern vorbehalten“, so Dr. Arl. Eine der zentralen Anlaufstelle der Jugendlichen für die Berufswahl sind die Berufsinformationszentren (BIZ).

„Die Papierindustrie ist sowohl für Facharbeiter als auch für Ingenieure ein äußerst attraktiver Arbeitgeber. Hierfür sprechen nicht zuletzt die überdurchschnittlich guten Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten“, so Wolfgang Nuißl, bei der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern, zuständig für den Arbeitgeberservice. „Deshalb haben wir die Initiative der Bayerischen Papierverbände auch gerne aufgegriffen, unseren Berufsberatern und Arbeitsvermittlern einen unmittelbaren Einblick in das Einsatzgebiet von Papiertechnologen und Papieringenieuren zu eröffnen. So gewinnen wir Beratungskompetenz, die wir den Schulabsolventen und Arbeitsuchenden direkt zur Verfügung stellen können.“

Die Betriebsbesichtigung am 10. Juni 2010 in der Papierfabrik Ettringen ist Bestandteil eines Maßnahmepakets, das zwischen Bayerischen Papierverbänden und Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern, abgestimmt worden ist. Am 17. Juni 2010 fand bereits im Hause Vereinigte Papierfabriken GmbH in Feuchtwangen eine weitere Betriebsbesichtigung mit Fachvorträgen zum Verpackungsmittelmechaniker statt. Über die Ingenieurlaufbahn in der Papierindustrie informieren die Bayerischen Papierverbände anlässlich eines Fachvortrags am 15. Juli im BIZ München.

Der Verband Bayerischer Papierfabriken e.V. (VBP) ist der Industrieverband der Papierhersteller in Bayern. Die Branche erzielt mit rund 8.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 3 Mrd. €.