Presseinformation 09.07.2010

Karriere als Verpackungsmittelmechaniker

Berufsberater und Arbeitsvermittler der Arbeitsagenturen informieren sich über Einsatzgebiet von Fackräften in der Papierindustrie

„Auch wenn die Papier-, Pappe und Kunststoff verarbeitende Industrie von der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 schwer getroffen wurde, gilt: Unsere Branche ist eine Wachstumsindustrie“, so Dr. Thorsten Arl, Geschäftsführer der Bayerischen Papierverbände mit Sitz in München. Der Kernberuf der Papier und Kunststoff verarbeitenden Industrie ist der Verpackungsmittelmechaniker. Er ist der Experte für die Gestaltung und Herstellung von industriell gefertigten Verpackungslösungen aus Papier, Pappe, Karton und entsprechenden Kunststoffverbünden.

Aufgrund der Exportstärke Deutschlands, den hohen Wachstumsraten im Onlinehandel und nicht zuletzt wegen der immer höheren Ansprüche von Markenartiklern an die Verkaufsverpackung, steigt die Nachfrage nach innovativen, umweltfreundlichen und werbewirksamen Verpackungslösungen. Der Verpackungsmittelmechaniker, der nach der Neuordnung im Jahr 2011 die Bezeichnung „Packmitteltechnologe“ tragen wird, konstruiert die Verpackung, steuert die Produktion und findet auch im technischem Vertrieb hervorragende Berufsperspektiven.

„Für diesen verantwortungsvollen Beruf suchen wir“, so Richard Huber, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vereinigten Papierwarenfabriken GmbH in Feuchtwangen, motivierte und qualifizierte Bewerber.“ Das trifft aber nicht allein für das Werk in Feuchtwangen zu. Vielmehr gehört der Verpackungsmittelmechaniker auch bundesweit zu den gefragten und daher raren Fachkräften.

„Wir stehen vor der Herausforderung“, so Verbandsgeschäftsführer Dr. Arl, „dass einerseits die Anforderungen an die Ausbildung in der hochtechnisierten Papierindustrie ständig steigen, zugleich aber aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge deutlich weniger Schulabsolventen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen werden. Wir dürfen unsere Attraktivität als Arbeitgeber nicht länger nur Insidern vorbehalten“.

„Die Papierindustrie ist sowohl für Facharbeiter als auch für Ingenieure ein attraktiver Arbeitgeber. Hierfür sprechen nicht zuletzt die überdurchschnittlich guten Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten“, so Wolfgang Nuißl, bei der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern, zuständig für den Arbeitgeberservice. „Deshalb haben wir die Initiative der Bayerischen Papierverbände auch gerne aufgegriffen, unseren Berufsberatern und Arbeitsvermittlern einen unmittelbaren Einblick in das Einsatzgebiet von Verpackungsmittelmechanikern und Papieringenieuren zu eröffnen. So gewinnen wir Beratungskompetenz, die wir den Schulabsolventen und Arbeitsuchenden direkt zur Verfügung stellen können.“

Die Betriebsbesichtigung am 17. Juni 2010 in dem Papierverarbeitungswerk in Feuchtwangen ist Bestandteil eines Maßnahmepakets, das zwischen Bayerischen Papierverbänden und Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern, abgestimmt worden ist. Am 10. Juni 2010 fand bereits in der Papierfabrik Gebr. Lang in Ettringen eine Betriebsbesichtigung mit Fachvorträgen zum Ausbildungsberuf des Papiertechnologen statt. Über die Ingenieurlaufbahn in der Papierindustrie informieren die Bayerischen Papierverbände anlässlich eines Fachvortrags am 15. Juli im BIZ München.

Die Bayerischen Papierverbände sind die Dachorganisation der Papierindustrie in Bayern. Sie vertritt rund 120 Unternehmen aus dem Bereich Papierherstellung und Papierverarbeitung. Mit über 20.000 Beschäftigten erwirtschaftete die Branche in Bayern im Jahr 2009 einen Umsatz von 4,6 Mrd. €.