Branchenaufschwung setzt sich fort: Vorkrisenniveau erreicht

Berninghaus: „Engpass in der Stromversorgung abwenden“

München, 09.03.2012. Die Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitende  Industrie in Bayern konnte den Branchenaufschwung im vergangenen Jahr fortsetzen. Der Umsatz stieg 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Bundesweit lag der Zuwachs auf demselben Niveau. Die Branche erwirtschaftete in Deutschland einen Jahresumsatz von 18,7 Milliarden Euro. „Gelang es der Papier- und Kunststoffverarbeitung im Jahr 2010 noch nicht, wieder an das Vorkrisenniveau anzuschließen, so stellt der Umsatz 2011 für Deutschland und Bayern eine erfreuliche Entwicklung dar“, erklärte Günther Berninghaus, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Bayerischen Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitenden Industrie e. V. (VBPV), anlässlich der heutigen Jahrestagung des Verbandes am Tegernsee. 

„Innerhalb des breiten Spektrums der Branche bilden Verpackungen aus Papier und Karton die größte Gruppe. Ein wesentlicher Wachstumstreiber war hier einmal mehr der Versandhandel, denn der Einkauf über world wide web nimmt rapide zu“, so Berninghaus. Die Zahl der Beschäftigten sei infolge der guten Branchenkonjunktur ebenfalls leicht um 0,7 Prozent angestiegen. „Damit zählt unsere Industrie nach der Talfahrt in 2009 heute deutschlandweit wieder über 81.000 Beschäftigte.“ Mit Blick auf die bevorstehende Tarifrunde für die Branche im laufenden Jahr mahnte Berninghaus: „Es ist die Kernaufgabe der Tarifrunde 2012, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Branche zu bewahren.“

Die Papier- und Kunststoffverarbeitung blickt verhalten in die Zukunft: „Die leicht schwächere Mengenkonjunktur und die starken Preissteigerungen bei den Rohstoffen zwingen die Branche zu Prozessoptimierung und Rationalisierung, um den Aufschwung zu erhalten“, erklärte Berninghaus. Sorge bereitet der Branche die aus ihrer Sicht unsichere Stromversorgung ab dem Jahr 2015: „Eine gemeinsam mit der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. initiierte Studie zeigt, dass ab 2015 dramatische Versorgungsengpässe in Bayern bevorstehen. Wir fordern daher von der Politik unter anderem einen zügigen Netz- und Speicherausbau mit Abschluss der Genehmigungsverfahren in 2015, damit Bayern auch in Zukunft beste Standortfaktoren für die Industrieproduktion bietet.“

Bei der heutigen Jahrestagung wurden Günther Berninghaus als Vorstandsvorsitzender und Dr. Bernhard Ruffing als Vorsitzender des Sozialpolitischen
Ausschusses des Verbandes für zwei Jahre wiedergewählt.

Kontakt: Konstanze Lueg, Telefon 089-551 78-375, E-Mail: konstanze.lueg-nospam@ibw-bayern-nospam.de, www.ibw-bayern.de